
Sommer auf Uomo Morto
... abends im Torbogen sitzen mit jemandem, den man nett findet, die Haut riecht noch nach Sonne und in den Steinen ist noch die Hitze des Tages gespeichert... die halbe Nacht über Gott und die Welt reden, sich nicht sattsehen können an diesem Wahnsinns-Sternenhimmel.
...das flackernde Kerzenlicht wirft kleine Schatten an die Mauer, wir prosten den Sternen zu und schieben uns letzte Reste Pizza in den Mund... in der Küche klappert jemand mit Geschirr, vom Lagerfeuer hört man leises Murmeln, Kichern, jemand trällert zur Gitarre „Yesterday“ in die Nacht... und können Grillen nicht bitteschön ein bisschen leiser zirpen... aber egal – Hauptsache, wir sind hier und es ist Sommer auf Uomo Morto...
La Casa Uomo Morto...
... ist ein 200 Jahre altes Bauernhaus auf einem Hügel des Casentinos, in der ländlichen, vom Tourismus fast noch unberührten Teil der Toskana, südöstlich von Florenz. Das Anwesen befindet sich seit 1991 im Besitz des Stadtjugendring Esslingen e.V. (SJR) und wurde mit viel Liebe zum Detail und großem ehrenamtlichem Engagement unter Berücksichtigung ökologischer Konzepte renoviert und gestaltet. So gehören zum Haus eine autarke Stromversorgung, eine Zisterne und ein Tiefbrunnen, eine Komposttoilette sowie eine Dusche mit herrlicher Aussicht.
Das Haus ist Ideal für Gruppen sowie Familien oder Freunde, die zusammen Zeit verbringen möchten. Im Haus stehen 17 Betten zur Verfügung. Zusätzlich können bei Bedarf im Gelände Zelte aufgestellt werden.


La dolce vita
Ein bisschen Abenteuerlust muss man schon mitbringen für dieses ungewöhnliche Haus, dafür wird man aber mit einem unvergesslichen Aufenthalt belohnt – La Casa Uomo Morto lädt ein zum Genießen der italienischen Sonne und Lebensart, zum Kochen und Essen, zum Feiern und Entspannen, zur Siesta in der Mittagshitze und zu Abenden am Lagerfeuer, zum Meditieren und Kreativ sein, zum Wandern, Reiten, Baden und Mountainbiken, zum Erkunden der Toskana.



Uomo Morto ist...
... sich an Kleinigkeiten zu erfreuen z.B. Schmetterlingen.
... einen leckeren Sundowner mit traumhaftem Blick über das Casentino genießen.
... mit netten Menschen am Lagerfeuer singen.

...Tiefenentspannung - wenn die Motivation nachlässt den Hügel zu verlassen.
... jede Nacht erstaunt sein, wie viele Sterne man am Himmel sehen kann... und Sternschnuppen.
... den Pizzaofen anheizen und selbst Gaumenfreuden backen.
Die Geschichte von Uomo Morto
Der Anfang
La Casa Uomo Morto wurde vermutlich 1820 erbaut. Ursprünglich hatte das Haus wohl einen anderen Namen, allerdings wurde es der Legende nach in „La Casa Uomo Morto“ („Haus des toten Mannes“) umbenannt, nachdem ein Mann beim Dachdecken tödlich verunglückte. Bis ca. 1960 wurde das Haus noch als Bauernhaus genutzt, danach stand es viele Jahre leer.
Die Entdeckung
1982 wurde es vom damaligen Geschäftsführer des Stadtjugendrings Esslingen, Wilfried Hemmerich, als Ort für jährliche Ferienstationen entdeckt. Anfangs hatte das Haus weder ein Dach noch irgendeine Infrastruktur wie Toilette oder Dusche. In über 30 Workcamps wurde das Haus zu einem ökologischen Bildungshaus ausgebaut, in dem bis zu 17 Personen leben können.
Der Kauf
1991 sollte das Haus von dem Besitzer, einem Bauern aus Salutio, verkauft werden. Nachdem die Projektgruppe viele andere „Ruinen“ besichtigt hatte aber keine Alternative dabei war, ergab sich dank des Engagements des damaligen Vorstands die Möglichkeit das Haus durch den SJR zu kaufen. Seither wurde das Haus laufend weiter renoviert und ein eigener Brunnen gegraben.
Die Projektgruppe
1985 wurde die Projektgruppe „Uomo Morto“ als fester Arbeitskreis des SJR gegründet. Sie kümmern sich seither um die Erhaltung und Verschönerung des Hauses. So finden jedes Jahr Workcamps statt, bei dem Dinge repariert und neue Ideen ausprobiert werden. Wichtig ist dabei die Umsetzung ökologischer Konzepte um zu zeigen, dass ohne Stromanschluss und Fernsehen, aber dafür mit Solarenergie, Komposttoilette, Klärteich und atemberaubendem Sternenhimmel ein toller Urlaub möglich ist.
Interesse mitzuarbeiten?
Email: uomomorto@sjr.es.de
Besteigen verboten!
